Lektüre für die Weihnachtstage: das Management-Buch des Jahres

  • von Christine Reik
  • PREMIUM HR Blog

Weihnachten steht vor der Tür, und die freien Tage bieten Gelegenheit, wieder einmal in einem lesenswerten Buch zu schmökern. Mein Lese-Tipp für diejenigen, die frische Impulse für ihren Führungsalltag suchen und den Jahreswechsel für einem Ausblick in unsere Arbeitswelt der Zukunft nutzen wollen: das Management-Buch des Jahres 2015.

Thomas Sattelberger, allseits bekannter Management-Vordenker, Isabell Welpe, Professorin an der TU München und Andreas Boes vom ISF konnten vor kurzem auf der Frankfurter Buchmesse als Herausgeber des Buches „Das demokratische Unternehmen - Neue Arbeits- und Führungskulturen im Zeitalter digitaler Wirtschaft“ den Preis für das Management-Buch des Jahres entgegennehmen. Neben den Herausgebern kommen in dem Buch 14 hochkarätige Autoren aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik mit Beiträgen zu Wort. Das Spektrum reicht von Bundesministerin Andrea Nahles, der Harvard-Professorin Shoshana Zuboff, über Microsoft-Deutschland COO Klaus von Rottkay und Haufe-umantis Chef Marc Stoffel, um nur einig zu nennen.

In der Jurybegründung heißt es, das Buch „legt den Grundstein für den Umgang mit einem Transformationsprozess, der die Art und Weise wie wir arbeiten, grundlegend verändern wird.“ Dementsprechend breit und vielfältig ist der Bogen, den die Autoren spannen. Dabei wird in allen Beiträgen deutlich, wie viele der heute noch gern bemühten Managementtheorien und vor allem die gängige Managementpraxis definitiv Auslaufmodelle sind. Die Zukunft gehört denen, die Ihre Unternehmens- und Führungskultur auf eine neue, demokratische Grundlage stellen.

Lesenswert zum Einstieg in die Materie ist das Interview mit Sattelberger am Anfang des Buchs. Er erläutert darin die vier Dimensionen die nach seiner Einschätzung ein demokratisches Unternehmen kennzeichnen: Führung, Souveränität, Vielfalt u. Chancengleichheit sowie „gesunde Unternehmen“ .Entscheidend ist für ihn dabei aber, dass die diese Dimensionen nicht im Sinne einer to-do-Liste systematisch gleichermaßen „abgearbeitet“ werden müssen sondern sich Unternehmen auf ganz unterschiedlichen Wegen dem demokratischen Ideal nähern können. Entscheidend sei vielmehr, einfach anzufangen, wo auch immer, und Erfahrungen zu sammeln. Oder wie er es nennt: den Stein ins Wasser zu werfen.

Für alle diejenigen, die heute noch in starren Managementstrukturen agieren und sich die Frage stellen, wie ein tiefgreifender Transformationsprozess gelingen kann, ist ganz besonders der dritte Teil des Buches lesenswert. Unter der Überschrift Experimente, Erfahrungsfelder und Leuchttürme kommen Vertreter unterschiedlichster Unternehmen zu Wort und beschreiben von der Praxis für die Praxis den Weg zu einer neuen Unternehmens- und Führungskultur.   Am weitesten gehen dabei Unternehmen wie die Haufe-umantis AG - bis zur Geschäftsführung stehen sämtliche Leitungsposten jährlich zur Disposition, genauer ausgedrückt, zur Wahl. Der CEO von Haufe-umantis, Marc Stoffel beschreibt, welche Settings nötig sind, um eine demokratische Unternehmensorganisation zum Erfolg zu führen. Und zwar auch unter Berücksichtigung von Situationen, in denen Top-down-Entscheidungen notwendig sind.

Leider ist der Rahmen meines Blogs viel zu knapp, um der Vielfalt von Ideen und Ansätzen dieses richtungsweisenden Buchs gerecht zu werden. Daher meine vorweihnachtliche Empfehlung: kaufen – lesen – und den ersten Stein ins Wasser werfen!

Und hier können Sie das Buch bestellen:
 http://www.amazon.de/Das-demokratische-Unternehmen

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