Is up the only way?

  • von Christine Reik
  • PREMIUM HR Blog

Wenn ich zurzeit in deutschen Städten unterwegs bin, bleibt mein Blick immer wieder am gleichen Werbeplakat hängen. In großen roten Lettern steht darauf „Is up the only way?“, wesentlich kleiner darunter entdeckt man ein vereinfachtes Marlboro Logo und die Aussage: you decide. Spannend – macht Marlboro jetzt Karriereberatung?

Schließlich ist die Frage „Is up the only way?“ häufig eine Frage, die im Mittelpunkt meiner Arbeit als Karrierecoach steht. Regelmäßig kommen Kunden zu mir mit dem Wunsch, mit meiner Unterstützung die nächste Karrierestufe zu erreichen. Häufig ist es die heiß ersehnte Partnerschaft in einer Anwaltskanzlei oder endlich der erhoffte Schritt in eine Führungsposition im Unternehmen. Soweit die klar formulierte Erwartung, bis dann die gemeinsame Arbeit am Thema beginnt.

Immer wieder erlebe ich dabei sehr schnell eine große innere Zerrissenheit bei meinen Kunden: Einerseits die Frage: will ich das wirklich? Bin ich bereit, den persönlichen Preis zu bezahlen, den mir die nächste Karrierestufe abverlangt? Andererseits der starke innere Antrieb „es zu schaffen“, „endlich da hin zu kommen“ und natürlich auch der Wunsch, materielle Anerkennung zu erfahren.

Alles verständlich und eigentlich ganz einfach „you decide“ – wie schon Marlboro auf dem Plakat so treffend schreibt. Wenn da nicht die Komplexität unserer Persönlichkeitsstruktur wäre, die unsere Entscheidungsfreiheit gerne zu einem aufreibenden und unproduktiven Gedankenkarussell ausarten lässt. Warum ist das so? Häufig stehen verschiedene Anteile unserer Persönlichkeit im Konflikt zueinander und haben unterschiedliche Bedürfnisse. Nur wenn wir die Bedürfnisse dieser jeweiligen Anteile besser kennen und verstehen, können wir den für uns richtigen Weg finden.

Äußere Erwartungen und selbstgesetzte Ziele verstellen häufig den Blick auf das, was wir wirklich wollen. Wer im minutiös durchgetakteten Tagesablauf alles tut, um dem vermeintlich einzigen Ziel hinterherzujagen, verlernt, auf seinen inneren Wegweiser zu achten. Doch nur wenn der nächste Karriereschritt im Einklang mit unseren Bedürfnissen steht, bringt er wirklich Erfüllung. Andernfalls wird jeder Tag mehr zur Qual und das höhere Gehalt verkommt zum Schmerzensgeld, mit dem sich Kompensation erkauft wird. Eine bewusste Entscheidung gegen einen Karriereschritt ist nicht einfach, oft aber extrem befreiend und erfüllend. You decide – ich begleite Sie gerne dabei!

 

 

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